Straßburg, 19.07.2019 (Kuhs) Joachim Kuhs, Bundesvorstand der Christen in der Alternative für Deutschland und Abgeordneter im Parlament der Europäischen Union zollt dem britischen Außenministerium für seinen Bericht über Christenverfolgung großen Respekt. „Es ist meines Wissens der erste Regierungsbericht dieser Art vonseiten einer westeuropäischen Regierung, der dieses wichtige Thema endlich offensiv dokumentiert, so Kuhs.

Der Bericht geht detailliert auf jüngste Übergriffe gegen Christen ein und formuliert Empfehlungen an das britische Außenministerium. Im Bericht wird klar hervorgestrichen, dass Gewalt gegen Christen in vielen Staaten „beinahe das Ausmaß eines Völkermords“ angenommen hat und Christen die am stärksten verfolgte religiöse Gruppe weltweit sind.

Laut Open Doors, einer Organisation, die Christenverfolgung weltweit dokumentiert, werden jeden Monat etwa 345 Christen aufgrund ihrer Religion ermordet, mehr als 200 Millionen Christen leiden derzeit unter einem hohen Maß an Verfolgung, besonders in islamisch und kommunistisch dominierten Weltteilen. „Doch davon wissen viele Christen in Europa viel zu wenig“, so Kuhs.

Der Bericht schlägt beispielsweise vor, Regierungen zwischen Marokko und Nordkorea zu drängen, Christen und andere verfolgte Minderheiten zu schützen. Auch Sanktionen gegen Staaten in denen Christen verfolgt werden, sind denkbar. Neben Staaten wie Ungarn oder Polen sollte auch unsere CDU-geführte Bundesregierung, nicht länger Zuschauer zu sein, sondern Akteur zu werden, wenn es um Religionsfreiheit und die Stärkung verfolgter Christen geht. Wir sollten umgehend Maßnahmen setzen und unsere christlichen Brüder und Schwestern in ihrer Heimat tatkräftig unterstützen, appelliert Kuhs.


Hintergrund: Das Dokument wurde von einer unabhängigen Kommission im Auftrag des britischen Außenministers Jeremy Hunt verfasst. Dieser gehörten neben Regierungsmitarbeitern und Experten auch Nichtregierungsorganisationen an – unter ihnen auch Mitarbeiter des britischen Zweigs des weltweiten Hilfswerks „Kirche in Not“. Das Hilfswerk lieferte Hintergrundinformationen zur Lage in Afrika, dem Nahen Osten und Südasien, die es aus seiner Projektarbeit in diesen Weltgegenden gewinnen konnte.

https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex/weltverfolgungsindex-karte#rangfolge

Bild: Ausschnitt aus dem vom „Islamischen Staat“ veröffentlichten Film an einem Strand in Libyen vom 15. Feber 2015
Quelle: https://www.copticsolidarity.org/2018/02/15/coptic-solidarity-commemorates-third-anniversary-of-coptic-martyrs/