Liebe Freunde,

der Angriff des größten Landes der Welt auf einen südwestlich gelegenen Nachbarstaat begann vor anderthalb Jahren. Mittlerweile sind weit über eine viertel Million Menschen gestorben und nahezu 10 Millionen Menschen haben das Land verlassen.

250.000 Männer, Frauen und Kinder sind tot. Und jeden Tag sterben Hunderte mehr. Und Frauen, Kinder, Behinderte und ältere Menschen werden in einem teilweise zerstörten Land allein gelassen. Arm, hungernd, ängstlich und unglücklich.

Liebe Freunde, ich bin entsetzt über die Gleichgültigkeit unserer Medien. Kaum jemand berichtet über die furchtbaren Dinge, die hier in Europa passieren.

Jetzt sollen, neben älteren Männern, ab Oktober auch Ärztinnen, Krankenschwestern und andere Sanitäterinnen an die Front eingezogen werden. Was passiert, wenn auch sie den Kampf verlieren? Werden dann noch die im Land gebliebenen Frauen eingezogen?

Fast die gesamte Bevölkerung wird geopfert. Und was passiert mit den Menschen mit Behinderung, was mit den Kindern? Ohne Eltern sind sie in einem vom Krieg und von Korruption zerrütteten Land eine leichte Beute für Menschen mit schlechten Absichten.

Dieser unsinnige Krieg ist ein politischer Krieg zwischen dem Westen und dem Land, das ich nicht nennen darf, ohne gecancelt zu werden. Das andere Land ist nur das Bauernopfer. Ein Bauernopfer, bei dem das Land und die Menschen völlig zusammengebrochen sind und bei dem die eigenen Herrscher großzügig ihre Taschen füllen.

Dieses Land wird übrigens mit riesigen Geldsummen unterstützt. Dieser Tage haben wir in der EU einen neuen Geldtopf aufgemacht. Er umfasst für einen Zeitraum von 2024 bis 2027 etwa 50 Milliarden Euro. 33 Milliarden für Kredite und 17 Milliarden für nicht rückzahlbare Unterstützungsleistungen.

Liebe Freunde, das ist natürlich Wahnsinn. Das dürften wir niemals zulassen. Unser eigenes Land, unser Bürger haben es selbst schwer genug. Unsere Wirtschaft schmiert ab, die Inflation verharrt in großer Höhe, Lebensmittel und Benzin werden für den Normalverdiener unbezahlbar. Wir dürfen nicht weiter Geld in ein Fass ohne Boden werfen.

Ungarn ist übrigens das einzige Land in der EU, das sagt: Jetzt ist genug. Orban will wissen wohin die bereits geleisteten 12 Milliarden in diesem Jahr geflossen sind. Und es ist eine Schande, dass er für diesen Mut gescholten wird und dass keine andere Regierung ihn in dieser Frage unterstützt.

Geld und Waffen in ein bereits korruptes Land zu schicken, wird keinen Frieden bringen.

Stellen Sie die Interessen der betroffenen Völker an die erste Stelle und lassen Sie die Kriegstreiber die Suppe auslöffeln.

Was die Menschen in dem geschundenen Nachbarland brauchen, ist Frieden. Was wir im Westen brauchen, ist der feste Wille zur Verhandlung. Waffen bringen keinen Frieden, Worte schon.

Liebe Freunde, lassen Sie mich mit den Worten des Psalmisten schließen, der bereits vor dreitausend Jahren in Psalm 120 klagte:

„Ich bin für Frieden, aber, wenn ich rede, dann sind sie für Krieg.“

Lassen Sie uns dennoch Friedensstifter sein, denn sie werden glückselig genannt.

In der Hoffnung, dass uns die Worte der Friedensboten bald erreichen grüße ich Sie ganz herzlich

Ihr

Joachim Kuhs